die Kunst führt die Hand
und erfindet sich unter ihr neu
seit 40 tausend Jahren fertigen Menschen figürliche Abbildungen
Keils Sprache ist neu und unverwechselbar
mittlere Bronzen
große Bronzen
überlebensgroße Bronzen
"Im Kunstschaffen gibt es diesen magischen Moment.
Das absolute Jetzt, in dem man sich selbst in der Tätigkeit auflöst."
(A.Keil)
Die limitierten Güsse durchlaufen alchemistische Prozesse, Positiv-und Negativformen, Gluthitze und Tauchgänge. Ihre Patina wird unter Flammen erzeugt und verändert sich über die Jahrhunderte mit der Umwelt.
das innere Geheimnis
die stille nach außen strömende Kraft
macht eine Skulptur zum Kunstwerk
Rindenstrukturen erzählen vom ursprünglichen Stamm.
Keils große Bronzen sind Abformungen ihrer Holzskulpturen, die rundherum neue Perspektiven eröffnen.
überlebensgroße Bronzen
Bei aller Wucht zählt die kleinste Struktur.
Der Duktus von Kettensäge und Schnitzeisen, der Fingerabdruck im modellierten Wachsmodell.
Keil begleitet den Entstehungsprozess vom Ursprung bis zum fertigen Bronzeoriginal.
Sie retuschiert, ziseliert und patiniert selbst.
Keil ist Synästetikerin.
Ihre Augen lauschen,
ihre Ohren sehen,
der leere Raum ist für sie greifbare Materie.
In der Arbeit folgt sie dem rhythmischen Klang der Dreidimensionalität.
Skulptur ist Raum.
Physikalischer Raum, geistiger Raum, Raumeingriff, Zwischenraum, Atmosphäre.
Skulptur ist Innen und Außen, das Äußere im Innern, das Innere im Außen.
"mit gelockerten Zügeln bläst durch den Geist ein mächtiger Wind" (A.Keil)